Freitag, 29. Juni 2012

Im 7. Kotelett Himmel

Es ist vollbracht. Mein neuer Lieblingsmetzger hat mir wunderschöne Koteletts vom Schwein vorbereitet. 
Mit Schwarte. Zwei tolle Prachtexemplare. Und auch die tolle Eisenpfanne sollte wieder zum Einsatz kommen...


Aus einem Haushalt kommend, in dem man Kotelett gerne paniert isst, habe ich mich erst mal bei Heike und Astrid umgeschaut, den beiden Fleisch-mit-Schwarte-Kennerinnen.

Und so wurde das gute Stück nur kurz vor dem Braten mit Salz und Pfeffer gewürzt, gut in der Eisenpfanne angebraten - und durfte dann bei 120 Grad gemütlich im Ofen vor sich hingaren.

Was soll ich sagen? Einfach herrlich!


Durch die Schwarte kam das Fleisch supersaftig daher. Dazu gab es Kartoffelsalat nach meiner Oma und einen erfrischenden Kopfsalat. So einfach und doch so gut!

Und vor Ort habe ich Ochsenkoteletts gesehen... sahen die toll aus!
Ich glaube ich sollte einen Blogevent Kotelett-Kuriositäten starten ;-)

Mittwoch, 27. Juni 2012

Mein Sommersalat mit Weinbergpfirsichen - Tomaten - Mozzarella

Ich habe ein Faible für die Kombi Salat und Frucht. Besonders die Weinbergpfirsiche sind gerade Dauerbrenner auf meinem Teller. Allerdings ganz dekadent ohne Haut - die ist mir zu pelzig ;-)


Für 2 Personen:
  • 6 Weinbergpfirsiche (wer mag: schälen) in kleine Stücke schneiden
  • 2 Kugeln hochwertigen Kuh Mozzarella (hier mag ich den kräftigen Büffelgeschmack nicht so gerne...) oder Burrata zerkleinern bzw. Burrata sanft zerzupfen
  • 8 Tomaten in Spalten schneiden
  • Ein Dressing zubereiten aus:
    • Saft von 1 Zitrone mischen mit
    • 2 TL Honig-Dijon-Senf
    • Würzen mit Salz und Pfeffer
    • 1 - 2 EL fruchtiges Olivenöl dazu geben und verrühren
  • Dressing und etwas Basilikum (zerzupft) über Salatbestandteile geben... 
... und genießen! 

Das fruchtig-erfrischende Dressing passt super zu den Pfirsichen - und der milde Kuh-Mozzarella ergänzt ganz wunderbar... aktuell mein Dauerbrenner :-)

Montag, 25. Juni 2012

Mein erstes Mal dry aged beef zuhause...

Ich gebe es ja unumwunden zu. Natürlich war ich immer etwas neidisch auf andere Blogger, die tolle Metzger haben. Die genau wissen, dass man die Schwarte beim Kotelett unbedingt dran lässt. Und das Fleisch auch mal richtig gut abhängen lassen. Für die der Beruf noch irgendwie Berufung ist.

Klar, hatte ich bisher auch gutes Fleisch. Aber eben nicht "den" Metzger. Der zum Beispiel dry aged beef anbietet. Darauf bin ich im Internet gestossen. Ein Metzger - auch noch aus Reutlingen?  Familienbetriebs Verkauft Qualivo-Fleisch? Wie schön!

Per Mail hat er mich informiert, dass er wieder was vom gut abgehangenen dry aged beef hätte. Natürlich habe ich sofort bestellt. Alles sehr bequem und nett.

Wir haben das Fleisch ganz schlicht vom Grill genossen... herrlich!


Als ich das Fleisch gesehen habe, war ich schon ganz happy. Diese schöne Farbe. Der Fettrand bereits eingeschnitten... und überhaupt noch dran. Es war ein Gedicht!

Dazu gab es noch leckere Würste. Klar, testet man in Reutlingen die "Rote Wurst". Auf den Grill kamen aber auch vorzügliche Merguez.


Als nächstes schaue ich mal, ob ich so ein richtig schönes Kotelett bekomme. Mit schöner Schwarte!
Ich werde berichten :-)

Bis dahin empfehle ich Euch wärmstens:

Metzgerei Schlotterbeck
Feine Fleisch- und Wurstwaren
Klaus und Hanni Schlotterbeck
Griesingerstraße 47
72770 Reutlingen-Betzingen

Tel. 07121-54478
Fax 07121-54269
info@metzgerei-schlotterbeck.de

http://www.metzgerei-schlotterbeck.de/index.php

Sonntag, 24. Juni 2012

Mein erstes Ma(h)l...

... wird's in nächster Zeit wohl häufiger geben. "Schuld" ist der aktuelle Blogevent von Zorra und Nata.

Passenderweise sind mehr oder weniger gleichzeitig Eis - und Nudelmaschine in meinem Haushalt angekommen, so dass es einige Themen gibt, das Ganze mit Leben zu füllen.

Doch heute habe ich tatsächlich erstmals Paprika gehäutet. Das volle Programm, im Backofen, schwarz werden lassen, abziehen. Immer bestaunt. Noch nie zuvor gemacht.

Und weil noch eine Zucchini übrig war und vor dem Urlaub verbraucht werden will, gab es als Premiere hausgemachte Antipasti. Ich kann nur sagen - ein echter Genuss!


Für 2 Personen, z.B. als Grillbeilage:

  • 1 Zucchini mittels Sparschäler in feine Streifen hobeln
  • in Grillpfanne mit wenig Olivenöl beidseitig angrillen, rausnehmen in flache Auflaufform legen
  • 2 Paprika in je 4 Teile schneiden, Kernhaus, weisse Häute etc. entfernen - mit Haut nach oben in Backofen legen, bei 220 Grad ordentlich einheizen, bis die (schwarze) Haut Blasen wirft
  • In Plastikbeutel verfrachten, auskühlen lassen - und ganz easy die Haut abziehen
  • Paprika in kleine Stücke schneiden, zu den Zucchini geben
  • 2 EL Olivenöl und
  • 2 EL Balsamico bianco und 
  • 1 EL Weißwein dazu geben
  • Ebenso 
    • 1 Schalotte
    • 1 Knoblauchzehe in Scheiben (wer mag, natürlich mehr)
    • Italienische Kräuter frisch geschnitten nach Lust und Laune
  • Mit Salz und Pfeffer würzen, umrühren
  • Mindestens 3 h ziehen lassen
Schmeckt wirklich klasse! Vor allem die Paprika sind wirklich schmackhaft - und ohne Haut auch richtig gut verträglich :-)



Freitag, 22. Juni 2012

Tarte rustique aux abricots et fraises

Bolli hat mir in den letzten Wochen mit den Variationen der Tarte rustique den Mund wässrig gemacht.
Als ich jetzt auch noch richtig gute Aprikosen aus Italien bekommen habe, gab es sie jetzt auch endlich bei uns.

Und das ganz sicher nicht zum letzten Mal - wir sind absolut begeistert. So einfach, nicht zu süß und mal wieder so gut!



Einen Mürbteig erstellen:
  • 250 g Mehl
  • 1 Ei
  • 125 g Butter
  • 65 g Zucker
  • 1 Prise Salz


Teig kneten, mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Auf Backpier auswellen, mit gemahlenen Mandeln bestreuen.

Entsteinte und halbierte Aprikosen guter Qualität (geschmacklose Massenware = geschmacklose Tarte) auf dem Teig verteilen. Ein paar Zentimeter aussparen.

Dieses unbelegte Teilstück hochklappen. 

Wer will gibt noch etwas Aprikosenkonfitüre darüber. Ich habe sie davor kurz erwärmt.

Jetzt ab in den Ofen: 45 Minuten bei 180 Grad.



Noch lauwarm genießen und ins Schwärmen kommen, wie lecker so etwas Einfaches schmecken kann.


Und weil Aprikosen Thema beim Gärtnerblog Blogevent sind, ist dies mein Beitrag dazu!



Quelle: Idee von Bolli

Montag, 18. Juni 2012

Kirschmarmelade - ganz klassisch

Einige Sachen mag ich einfach ganz klassisch. Marmelade zum Beispiel. Da mag ich es ganz pur. Am liebsten die Klassiker, aber seit diesem Winter ist auch die Granatapfelmarmelade ein echtes Highlight, auf das ich nicht mehr verzichten möchte.

Ich selbst mache meist Kirsch - und Erdbeermarmelade, wenn ich gute Ware bekomme auch Aprikosenmarmelade. Persönlich bin ich ein Riesenfan der "einfachen" Kirschmarmelade. Hier halte ich mich grob an die Tipps von Nathalie.


Bevor es losgeht, müssen die Kirschen natürlich entsteint werden. Hierbei habe ich einen ganz bezaubernden Assistenten. Mittlerweile müssen wir danach auch keine Wände mehr neu streichen ;-)


Für 7 kleine Gläser:

  • Kirschen entsteinen, am Ende sollten netto 2 kg übrig bleiben
  • Kirschen mit 1 kg Gelierzucker 2:1 vermischen
  • Saft von 2 Zitronen dazu geben, umrühren
  • 2 Stunden stehen lassen
  • Leicht anpürieren, so dass einige Stückchen übrig bleiben
  • Nochmals mindestens 2 Stunden stehen lassen - besonders gut wird die Marmelade, wenn man die Masse über Nacht ziehen lässt
  • Alles in einen großen Topf geben (höchstens halb voll)
  • Aufkochen lassen, dabei umrühren
  • Schaum abschöpfen
  • Wenn die Masse aufgekocht ist, unter Rühren 4 Minuten köcheln lassen
  • Gelierprobe auf einem kleinen Teller machen
  • In sterilisierte oder ausgekochte Gläser füllen (ich packe die Gläser kurz davor in die Spülmaschine)
  • Deckel drauf und für einige Minuten umdrehen
Lasst es Euch schmecken!

Freitag, 15. Juni 2012

Neue Produkte von der schwäbischen Alb

Erst kürzlich waren wir mal wieder auf der wunderschönen schwäbischen Alb.
Blauer Himmel, grüne Felder - einfach herrlich.


Da gibt es noch Dörfer mit richtig stattlichen Maibäumen.
Aber das war nicht der Grund für unseren Trip.
Wir haben mal wieder nach Albbüffel Spezialitäten Ausschau gehalten.


Und wurden prompt bei der Albkäserei Rauscher in Hohenstein fündig.
Klar, wanderte wieder der gute Albkäs in unseren Einkaufskorb. 
Erstmals getestet haben wir den reinen Albbüffel. Ein Käse, in der Konsistenz ähnlich einem Brie - mit einem ganz besonderen Geschmack. Erst mild, dann leicht würzig, dennoch cremig. Mein neuer Liebling!

Neu im Sortiment sind die Ziegenkäsespezialitäten aus Ensmad.
Früher war der Hof, der sogar eine eigene Wallfahrtskapelle hat, ein Versuchshof der Uni Hohenheim.
Seit 1995 werden hier Milchziegen gehalten - die Milch für feinsten Bio Ziegenkäse geben.

Den gibt's in verschiedenen Variationen... ich liebe vor allem den Ziegenfrischkäse. Aber auch der Camembert ist richtig fein!



Dazu gab es noch neue Wurstspezialitäten vom Albbüffel der Metzgerei Failenschmid. Eingepackt haben wir die Heuburger, eine Art Krakauer vom Albbüffel. Die Albbüffel Stengele und die bereits getesteten, bisschen schärferen Wurzl.

Ich liebe diese kulinarischen Ausflüge ins Biosphäregebiet - gibt doch immer wieder etwas Neues zu entdecken :-)

Mittwoch, 13. Juni 2012

Kleine Spargel-Scheisserchen

Ja ich weiss. Ich sollte das damenhafter ausdrücken. Es handelt sich natürlich um Conchiglioni giganti gefüllt mit Spargelragout und Hühnchenfilet. In einem Tomaten-Spargelsud. Dezent mit Parmesan gratiniert.

Aber auch dieses Mal habe ich gemerkt: die Conchiglioni sind einfach kleine, glitschige, eigenwillige Scheisserchen.
Die keine Lust haben sich von mir füllen zu lassen. Zack, musste ich in letzter Sekunde wieder einen einfangen, der sich aus dem Staub machen wollte... letztendlich war ich aber Herr Frau der Lage.
Und (ja auch die Schwiegermutter) völlig hin und weg von der Kreation.


Für 4 Personen:
  • 250 g Conchiglioni giganti vorkochen, ordentlich bissfest, abschrecken und abkühlen lassen - gerissene, kaputte Modelle aussortieren (ich habe sie nach und nach mit einer Kochpinzette rausgenommen und ähnlich rohen Eiern behandelt...)
  • 500 g Spargel (weiss) schälen, in Stücke (2 - 3 cm) schneiden - in einem Sud aus Salz, Zucker, Butter ebenfalls bissfest kochen - unbedingt den Spargelsud auffangen 
  • 300 g Hähnchenfilet ganz fein schnetzeln, möglichst 2 - 3 h vorab mit Salz, Pfeffer, Paprika, Piment d'Espelette würzen und mit etwas Olivenöl marinieren
  • 200 ml vom Spargelfond mit 3-4 EL Tomatenmark mischen - ca. 100 ml hausgemachte Tomatensauce dazu geben - ggf. nachwürzen (Salz, Pfeffer)
  • Tomatenfond in einer Reine einfüllen (ca. 1 - 2 cm hoch)
  • Gegarten, etwas abgekühlten Spargel mit 50 g hausgemachter Tomatensauce mischen, fein geschnittenen, frischen Basilikum dazu geben, dazu kommen noch 3 - 4 EL Frischkäse (bei mir Buko Joghurt ohne Zusatzstoffe) dazu - alles cremig rühren 
  • Hähnchenbrustfilet in etwas Olivenöl nur kurz braten, so dass das Fleisch richtig saftig bleibt und dann zur Spargel-Tomaten-Frischkäsefüllung geben
Und jetzt kommt der "lustige" Teil. Die Conchiglioni giganti müssen gefüllt werden ;-)
Mittlerweile bin ich hier etwas routinierter. Aber es geht nur gut, wenn ich mit einem wirklich kleinen Löffel arbeite!

Die gefüllten Conchiglioni giganti in die mit Spargelfond und Tomatensauce gefüllte Auflaufform geben.
Aufpassen, dass sie nicht kentern (gut, wenn sie sich selbst stützen..). Das ist kein Scherz, probiert es ruhig aus!

Mit reichlich Parmesan bestreuen (frisch gerieben) und für 20 Minuten bei 160 Grad in den Ofen geben.

Genießen und feststellen, dass sich die ganze Füllerei wieder mal gelohnt hat!

Montag, 11. Juni 2012

Pasta mit grünem Spargel, Pinienkernen & Garnelen

Ich bin wohl nicht die einzige Person, bei der es häufig schnell gehen muss. Die Rubrik "Ratz-Fatz-Küche" ist eine der beliebtesten im Blog. Und daher gibt's heute an dieser Stelle Nachschub. Ausgedacht hat sich diese Kreation meine Kollegin I., die uns dieses Pastagericht kürzlich als Mittagessen kredenzte. Sehr fein - und sehr schnell!


Für 2 Personen:

  • 200 g kurze Nudeln al dente köcheln
  • 400 g Spargel grün vorbereiten (teilweise schälen, Enden abschneiden, in kleine Stücke schneiden)
  • 15 Cocktailtomaten halbieren
  • 2 EL Pinienkerne in einer Pfanne anrösten, rausnehmen
  • Garnelen nach Lust und Laune in etwas Olivenöl anbraten, würzen (Salz, Pfeffer) und rausnehmen
  • Spargel in Pfanne geben, braten
  • Kirschtomaten dazu geben 
  • Mit etwas Gemüsefond und Sojasoße ablöschen
  • Würzen nach Lust und Laune (eher weniger Salz wegen der Sojasoße, Pfeffer, Paprika)
  • Wenn Spargel gegart ist, Pinienkerne und Garnelen dazu geben, genau wie die Pasta
Kurz durchmischen und genießen. Herrlich, Danke liebe I.!

Samstag, 9. Juni 2012

Tööörtschen mit Erdbeerschen

Am liebsten esse ich natürlich auch selbst gemachte Törtchen mit selbst gebackenem Tortenboden. Aber manchmal muss es schnell gehen - und die Zeit reicht nicht zum Backofen anwerfen. Dennoch wollen wir was Süßes essen. Also wurde mehr gebastelt, als gebacken. Egal: es war dennoch eine exzellente Erdbeer-Kreation.



Gut, dass ich beim Einkauf im Schweizer Lieblingssupermarkt nicht an dieser niedlichen Kreation vorbei gekommen bin. Die Törtchen-Bödeli bildeten die Grundlage für unsere schöne Bastelei.


Pro Person 2 -3 Bödeli vorbereiten.
1/2 Packung Bio-Vanillepudding nach Rezept vorbereiten. Kalt rühren!
Ca. 80 g Sahne steif schlagen und vorsichtig unter den Pudding ziehen.
Bödeli mit Pudding-Sahne-Mischung füllen.



Derweil frische Henzler-Erdbeeren klein schnippeln. Die Hälfte sofort essen - den Rest auf den Pudding-Sahne-Törtchen-Bödeli verteilen...

... und sofort genießen!

Donnerstag, 7. Juni 2012

Roggenbrot nach Hannes Weber

Nicht nur Frau Küchenlatein schaut gerne zu, wenn Hannes Weber im Dritten der immer etwas phlegmatisch wirkenden Moderatorin zeigt, wie einfach und easy Backkunstwerke entstehen. Ich wundere mich zwar immer noch, wie die Norddeutsche ohne Untertitel den schwäbischen Sonnyboy versteht, aber mich hat sie ja auch verstanden, obwohl ich nicht so stark schwäble wie der Bäcker vom Bodensee.



Auch ich habe schon einige seiner Rezepte nachgebacken, ohne sie zu verbloggen ... erstmals gebacken habe ich das Roggensauerteigbrot, auch Frau Küchenlatein hat es schon gut geschmeckt.

Um es vorweg zu nehmen: das wird sicherlich unser "Alltagsbrot". Einfach schmackhaft, lecker - und noch dazu einfach zu backen. Es lässt sich auch gut in der Kastenform zubereiten, denn manchmal gehe ich dem Fight Feinschmeckerle vs. Gärkörbchen doch gerne aus dem Weg...



Für 2 Brote à 500 g oder ein großes (ich hatte zwei kleinere Kastenformen):

Sauerteig ca. 18 - 24 h vorab herstellen aus:

  • 20 g Anstellgut
  • 100 g Roggenmehl 1150
  • 100 g Wasser

Teig - alle Zutaten mischen:
  • 375 g Roggenmehl (1150)
  • 200 g Weizenmehl (ich: 1050 - Hannes Weber: 812)
  • 15 g Salz (ich: 17 g)
  • 7 1/2 g Hefe (ich: 8 g - einfach mal großzügig aufgerundet ;-)
  • 200 g Sauerteig vom Vortag (siehe oben)
  • 350 ml Wasser (lauwarm)
  • Alle Zutaten auf kleinster Küchenmaschinenstufe 8 Minuten mischen 
  • Falls der Teig zu fest ist, noch etwas Wasser dazu geben

Teig abgedeckt (Frischhaltefolie - kein Küchenhandtuch, saugt Flüssigkeit auf, das wollen wir nicht...) 30 Minuten ruhen lassen.

Jetzt kann man:

a) wie ich: den Teig in zwei kleinere, gefettete Kastenformen geben

oder 

b) wie Fans von Gärkörbchen: 2 Gärkörbchen gut mit Mehl ausstauben - Teig einmal teilen - jeden Teil rund wirken und dann nach Brotform langschleifen - Teilstücke in Brotform legen 


Teig weitere 40 Minuten abgedeckt gehen lassen (Frischhaltefolie, Ihr wisst ja!) - nebenbei Backofen mit Backstein auf 250 Grad vorheizen.


Und jetzt:

a) gereiften Brotteig aus der Form stürzen, an Seite oder Oberfläche einschneiden und auf den heißen Backstein geben

oder 

b) tiefenentspannt summend, weil nichts nirgendwo kleben bleibt, Kastenformen in den Backofen stellen

Egal welche Variante - angebacken wird bei 250 Grad - das Ganze 10 Minuten - danach für weitere 40 Minuten bei 180 Grad.

Welche Form auch immer - schmeckt einfach super. 
Unbedingt nachbacken!

Quelle: Lust auf Backen, SWR 24.03.2012

Montag, 4. Juni 2012

Erdbeer-Rhabarber-Sirup

Seit es endlich die ersten deutschen Erdbeeren gibt, esse ich sie fast täglich. Am liebsten pur, oder erfrischend mit etwas Joghurt.  Stephi hat kürzlich das Rhabarber-Erdbeer-Sirup-Rezept von Nicky und Coco Lang gepostet (aus dem Buch: Geschenkideen aus der Küche). Und mich damit gleich voll und ganz angesprochen.


Auf dem Markt bekam ich schmackhafte und sogar bezahlbare Erdbeeren - und wahrscheinlich einige der letzten Rhabarberstangen des Jahres. 


Die Zubereitung ist recht einfach. Ich habe gleich die doppelte Menge gemacht (ergibt ca. 1 l Sirup):
  • 1 kg Früchte (bei mir je 500 g Erdbeeren und Rhabarber) vorbereiten (entstrunken, in kleine Würfel schneiden)
  • Mit 500 ml Wasser in einem Topf zum kochen bringen, 10 Minuten köcheln lassen
  • Einen Topf mit Sieb bereitstellen - Erdbeer-Rhabarbermischung mittels Schöpfkelle im Sieb ausdrücken
  • Entstandene Flüssigkeit mit 500 g Zucker und 
  • 20 g Vanillezucker und
  • Saft von 2 Zitronen aufkochen
  • Ca. 5 Minuten köcheln lassen und dann alles in sterilisierte Flaschen abfüllen 

Fazit: es schmeckt richtig gut - ist mir persönlich noch ein wenig zu süß. Daher würde ich nächstes Mal wesentlich mehr Zitronensaft dazu geben.

Dennoch ein super Sommerdrink, kann mir die Kombi auch gut mit Wasser, Eis und Wodka vorstellen.

Samstag, 2. Juni 2012

Der FC Bayern unter den Käsekuchen: Lores Käsekuchen

Gerade sind ja Käsekuchen ganz schön en vogue. Egal ob bei Heike, in der Kyche oder Alice, die sogar einen Blogevent schmeißt.

Mein erster selbstgebackener Käsekuchen war "Lores Käsekuchen", aus dem Buch "Backen" der Sigloch Edition. Meine Mutter hat fast alle Kochbücher von diesem Verlag - ihr eigenes Backbuch ist noch Erstausgabe von 1985. Mittlerweile besitze auch ich ein eigenes Exemplar und noch einige andere Bände. Aber besonders dieses Backbuch wird mich immer daran erinnern, wie ich als kleines Mädchen schon mit Butter und Zucker hantiert habe.

Lange - und ich meine wirklich sehr lange -  habe ich Lores Käsekuchen nicht mehr gebacken - für den Event war es dann mal wieder soweit.


Mürbteig:
  • 200 g Mehl mit
  • 50 g Zucker und
  • 100 g Butter und
  • 1 Ei vermischen
  • daraus einen Mürbteig herstellen und in eine Backform legen - einen ca. 3 cm hohen Rand andrücken
Guss:
  • 5 Eigelb mit
  • 100 g Zucker
  • abgeriebener Schale einer Zitrone schaumig rühren
  • 1/4 l Milch erwärmen (muss richtig heiss werden, aber nicht kochen)
  • 125 g Butter schmelzen
  • In die Eigelb-Zucker-Mischung noch 500 g Magerquark, sowie
  • 1 Prise Salz und
  • 1 EL Mehl geben
  • Butter und Milch dazu geben
  • 5 Eiweiß steif schlagen und sanft unterheben
Quarkmasse auf den Kuchenboden füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad 55 Minuten backen.



Alice sucht ja den perfekten Käsekuchen. Und ich war mir immer sicher, dass es Lores Käsekuchen ist. Bis ich den Kuchen von Nathalie nachgebacken habe - den auch Alice schon getestet hat.

Was soll ich sagen? 
Lores Käsekuchen ist ab sofort der zweitbeste, sozusagen der FC Bayern unter den Käsekuchen ;-)
Sehr lecker. Aber eben nur Vize!

Quelle: Backen - Edition Sigloch