Mittwoch, 23. November 2011

EMILS - Convenience-Food-Ausnahme aus dem Ländle

Eigentlich bin ich ja kein Freund von Fertigprodukten. Vor allem um fertige Salatsaucen mache ich meist einen riesigen Bogen. Nur nicht um die von EMILS

Als Frau aus dem Ländle hatte ich immer mal wieder von den beiden EMILS-Machern gelesen, die seit einiger Zeit von Stuttgart aus die Dressing-Szene aufmischen. Und eine Wandlung vom Hobbygeniesser zum hauptberuflichen Dressinghersteller vollzogen.


Bei einem Bummel durch Esslingen und durch den netten Laden Enkel Schulz, musste einfach das Honig-Senf-Dressing in den Einkaufskorb. Was nicht zuletzt an dem sehr ansprechenden Produktdesign lag. 

Klar, 5,42€ für 250 ml Dressing ist kein Schnäpple. Aber bereits am Abend waren wir vollständig überzeugt. Das Dressing macht selbst aus einem schnöden Eisbergsalat meiner Marktstandbäuerinnen eine Salat-Erlebnis. Und das will im November was heissen.

Das liegt tatsächlich an den hochwertigen Zutaten:
  • Blütenhonig aus Bayern
  • Senf aus Bayern
  • Apfelessig aus dem Schwarzwald
  • Olivenöl aus Griechenland



Alle Zutaten stammen von kleinen Manufakturen. 100% Bio. Und dass sonst keine Zusatzstoffe drin sind, wird jetzt auch auf dem Label genau aufgezeigt. 

Toll: das Dressing hält sich trotzdem 6 Monate!



EMILS ist in vielen Bioläden vertreten oder kann auch gleich online bestellt werden.

Ich mag grundsätzlich auch gerne mein eigenes Dressing - aber wenn ich wieder an EMILS vorbeikomme, werde ich sicher wieder zugreifen!


Sonntag, 20. November 2011

Weihnachtliches Apfelbrot

Dass ist Besitzerin von ziemlich vielen Apfelbäumen bin, hatte ich bereits erwähnt. Noch besser: ich kenne auch das ultimative Apfelbrotrezept. Sogar harte Bogenschützen werden nach einem Biss in dieses Apfelbrot plötzlich ganz weich - daher muss ich Euch das Rezept verraten ;-)

Und so wurde es Zeit, das Apfelbrot auch mal zu backen - und (Überraschung!) 1 kg der schier unendlichen Apfelvorräte dafür zu vernichten.


Das Rezept ist ganz einfach. Für zwei Kastenformen, viele, viele Äpfel vom Kernhaus befreien und klein schnippen. Wichtig, nicht schälen - die Schalen können dran bleiben.


Genau genommen 1 kg Äpfel....


... nicht aufgeben, immer weiter schnippeln!


Die Äpfel mit 300 g Zucker vermengen und über Nacht stehen lassen.

Am nächsten Tag mit 500 g Weizenmehl (405) mit 200 g grob gehäckselten Walnüssen und 1,5 Päckchen Backpulver vermischen.

Mit Zimt und/oder Lebkuchengewürz und/oder Kakao würzen, ganz nach Lust und Laune!


Ich habe noch einige getrocknete Cranberries dazu gegeben.

Kastenformen gut fetten, Masse einfüllen und bei 180 Grad ca. 60 Minuten backen...


... und schnell noch ein letztes Stück sichern. Denn das Apfelbrot ist ratz-fatz verputzt!

Samstag, 19. November 2011

Pikante Muffins als Geburtstagsparty-Rettung

Ja ich weiss, ich bin etwas knapp dran. Aber mein Vorschlag für das Geburtstagsparty-Buffet von Alice ist so schnell vorzubereiten. Das bekommt sie locker noch hin, bevor in wenigen Stunden die ersten Gäste eintrudeln...
Die pikanten Muffins eignen sich vor allem als Fingerfood zum Apéro. 

Für 24 Stück:
  • 100 g Champignons fein würfeln und mit
  • 3 Schalotten (gewürfelt) in etwas Butter anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen
  • 200 g gekochten Schinken würfeln
  • 2 Tomaten entkernen, Kerne entfernen und (Überraschung!) fein würfeln und mit
  • 200 g frisch geriebenem Käse (wir hatten Emmentaler) und 
  • 200 g saurer Sahne vermischen
  • Mit Salz, Pfeffer, Oregano und Piment d'Espelette würzen
  • 2 Rollen Blätterteig (rechteckig) ausrollen und mit der Masse bestreichen
  • seitlich je 3 cm frei lassen und von der kurzen Seite aus einrollen
  • Die fertigen Rollen in ca. 3 cm breite Stücke schneiden und in ein Muffinblech mit Muffinförmchen legen




  • 25 - 30 Minuten bei 170 Grad in der Mitte des Backofens backen



Schmecken laumwarm, aber auch kalt richtig lecker - und sind aufgrund der perfekte Auftakt für eine lange Partynacht!

So, liebe Alice... viel Spass beim Feiern, happy Birthday - und lass Dir die pikanten Muffins schmecken...

Dienstag, 15. November 2011

Einkaufstipp: Albkorn-Bäckerei Bayer

Die Bäckerei Beyer kenne ich schon ziemlich lange. Damals pendelte ich noch am Wochenende nach Mittelstadt, um einen tollen Mann zu besuchen. Auch früher schon habe ich zwar guten Backwaren geschätzt. Allerdings war mir vor 10 Jahren die Herkunft der Backwaren nicht besonders wichtig.

Mittlerweile ist der Mann immer noch toll und wir wohnen gemeinsam in einem Ort, unweit von der Bäckerei Beyer. Die auch heute noch besucht wird, eben gerade weil die Backwaren richtig gut - und alles selbst hergestellt wird.
Schlimm, dass ein Bäcker dies heutzutage noch betonen muss!

Wenn es sich einrichten lässt - und keine Zeit zum selbst backen ist, kaufen wir immer noch gerne hier ein. Besonders die Vollkornbrötchen, Brezeln und die irre fruchtige Himbeertorte sind meine absoluten Favoriten. Aber auch die Sauerteigbrote sind bei Zeitmangel ein echter Ersatz zum selbst gebackenen Brot. Dazu kommt: alle Backwaren werden aus regionalem Albkorn-Mehl hergestellt.


Nach einem Umbau ist mittlerweile auch Platz für ein Café - und auch das Frühstück ist sehr zu empfehlen. Nebenbei fungiert die Bäckerei auch als Mini Tante-Emma-Laden, da Mittelstadt keinen Supermarkt bietet. Und ja - die Gegend ist sehr ländlich, wie ein Blick aus dem Fenster beweist ;-)





Sollte sich einer der Leser mal nach Mittelstadt verirren, kann ich einen Besuch bei Bayer uneingeschränkt empfehlen!

Bäckerei Konditorei Bayer

Heerstraße 12
72766 Reutlingen-Mittelstadt
Telefon 07127 972-440, Fax -441

Öffnungszeiten:

Mo – Fr  6 – 18.30 Uhr
Sa  6 – 13 Uhr
So  7.30 – 11.30 Uhr

Samstag, 12. November 2011

Schnelle Lauch-Tartelettes

Ich liebe Quiches und Tartes in allen Variationen. Toll mit einem Salat sind auch die schnell gemachten, kleinen Lauch-Tartelettes - die sich auch ausgezeichnet für den Büro-Lunch eignen.

 

Für 4 Tartelettes (12 cm Durchmesser)
  • Tarteförmchen mit Inhalt von 1 Packung Blätterteig auskleiden
  • 2 Stangen Lauch  putzen, das Helle in feine Ringe schneiden
  • 1 Schalotte in 2 TL Butter anbraten
  • 50 g Schinken (oder Räucherspeck) dazu geben und 3 Minuten mitbraten
  • Lauch dazu geben und weitere 5 Minuten braten (mittlere Hitze)
  • 75 ML Sahne
  • 75 ML Milch
  • 2 Eier
  • ordentlich Salz und Pfeffer mischen
Lauch-Schinken-Mischung in die Förmchen geben und mit der Ei-Sahne-Masse übergießen. Wer will, kann nach Lust und Laune noch mit Gouda die Käselust stillen.

Tartelettes bei 180 Grad 30 Minuten backen.

Mit einem gemischten Salat und einem Grauburgunder genießen - einfach und gut!

Dienstag, 8. November 2011

Mecklenburger Landbrot

Seit vor knapp einem Jahr das Sauerteigbaby von Frau Kuechenlatein eingezogen ist, habe ich fast jedes Wochenende gebacken. Vor allem Roggenbrote aller Art haben es uns angetan und so wird fleissig nachgebacken, dieses Mal das Mecklenburger Landbrot von Frau Kuechenlatein.

Für 2 Brote à 750 g
Für den Sauerteig:
  • 30 g Anstellgut
  • 150 g Roggenmehl 1150
  • 150 g Wasser vermischen und über Nacht stehen lassen

Brühstück:
  • 210 g Roggenschrot aus der Mühle oder dem Bioladen mit
  • 210 g Wasser (nicht mehr kochend) übergießen und mindestens 3 h stehen lassen (Feinschmeckerle: über Nacht)

Brotteig:


Alle Zutaten

  • 330 g Sauerteig
  • 420 g Brühstück
  • 320 g Weizenmehl 1050
  • 96 g Roggenmehl 1150
  • 210 g Roggenvollkornmehl
  • 0,7 g Kümmel gemahlen (Feinschmeckerle: weggelassen)
  • 17,5 g Rübensirup
  • 5,6 g Trockenhefe (= 20 g Frischhefe)
  • 20 g Salz
  • 350 g Wasser
mit der Küchenmaschine 3 Minuten auf langsamer Stufe kneten und  nochmals 3 Minuten auf schneller Stufe.

Teig 25 Minuten ruhen lassen, halbieren und zwei ovale Teiglinge formen.

Mit dem Schuss nach oben in die Gärkörbe geben (Feinschmeckerle: die mit Backpapier ausgekleidete Kastenform) und nochmals 45 Minuten gehen lassen.

Backofen auf 250 Grad vorheizen, Brote reingeben - und auf 210 Grad runterregeln.

Backzeit beträgt ca. 60 Minuten - hilfreich ist ein Backofenthermometer!

Das Brot schmeckt auch prima in der Kastenform gebacken - jetzt wo es wieder neue Gärkörbchen im Hause Feinschmeckerle gibt, wird es sicherlich nochmals gebacken, dann wie es optisch sein soll.

Samstag, 5. November 2011

Brokkoli-Gorgonzola-Mandel-Pasta & Apfel-Mango-Milchreis

Auch diese Woche wurden wir wieder extrem lecker bekocht. Kollegin deliciosa cuina verwöhnte uns mit Brokkoli-Gorgonzola-Mandel-Pasta und Apfel-Mango-Milchreis. Einfach köstlich!



Für 4 Personen werden 500 g Brokkoli geputzt und die Röschen in ca. 1 l Gemüsebrühe einige Minuten bissfest gegart, bevor sie mit kaltem Wasser abgeschreckt und zur Seite gestellt werden.

Während 400 g Pasta (z.B. Spirelli) in Salzwasser al dente gekocht werden, in einer Pfanne (ohne Fett!) 4-5 EL Mandelsplitter anrösten. 

Wenn diese goldbraun sind 1 EL Butter darüber zerlaufen lassen, dann Brokkoli, die abgetropften Nudeln, 200 g milden Gorgonzola (gewürfelt) sowie 50 ml Sahne dazu geben. 

Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken und vorsichtig rühren, bis der Käse zerlaufen ist.



Dazu gibt es einen Salat aus 10 fruchtigen Tomaten (vom Grün befreit und in Scheiben geschnitten), angemacht mit einer Vinaigrette aus 1 TL Senf1 TL Honig3 EL Aceto Balsamico2 EL OlivenölSalzschwarzem Pfeffer und 1 EL frischen Schnittlauchröllchen.





Für das Dessert werden 130 g Milchreis (Rundkorn) + 30 g Vanillezucker mit 1 Prise Salz in kochende 400 ml Milch + 150 ml Sahne eingerührt, bei geringer Hitze ca. 25 Minuten sämig geköchelt und vom Herd genommen.

Nach ca. 10 Zieh-Minuten den Milchreis noch einmal umrühren und kleine Dessert-Schälchen zur Hälfte damit füllen. (deliciosa cuina hat ein ganzes Bataillon – zugegebenermaßen durch den aufopferungsvollen Verzehr von fertig gekauftem Feinkost-Pudding erschlemmert…).



Das abgekühlte Apfel-Mango-Muß aus 500 g Äpfelneiner reifen Mango und 4 EL braunem Zucker (mit wenig Wasser weichgekocht und püriert) über den Milchreis geben. Warm wie kalt ein fruchtig-cremiger Genuss.

Stimmt - sagt Frau Feinschmeckerle :-) 

Dienstag, 1. November 2011

Mutters Gemüsebrühe

Bisher muss ich mich schuldig bekennen. Ja, ich habe noch nie Gemüsebrühe selbst gemacht. Zwar verwende ich Bio-Brühe. Aber dennoch Instant und nicht ohne Hefeextrakt. Da bin ich nicht ganz alleine. Eine nicht repräsentative Umfrage im Kollegenkreis ergab: ich kenne so gut wie niemanden, der sich die Mühe macht...


Dies sollte sich ändern, erinnerte ich mich beim Gang über den Markt spontan an den Gemüsebrühen-Geschmack meiner Mutter. Denn dort wird kein Pulver verwendet...


Schnell wurde eingekauft und losgelegt...

Insgesamt 2,5 kg Gemüse:
  • Karotten
  • Knollen-Sellerie
  • Petersilienwurzel
  • Lauch
  • 4 Tomaten (geben eine tolle Farbe)
putzen und klein schnippeln.

3 Zwiebeln halbieren.  In Olivenöl anschwitzen.
Das klein geschnippelte Gemüse dazu geben und ebenfalls kurz mit anschwitzen.
Ganze Pfefferkörner, Nelken, Lorbeerblätter und Wacholderbeeren mit in den Topf geben.

Mit Wasser ablöschen, so dass das Gemüse leicht bedeckt ist.

1,5 h mit Deckel sanft köcheln lassen.
Gewürze nach Wahl dazu geben (bei mir Rosmarin, Petersilie, Basilikum und Petersilie).

Nach weiteren 30 Minuten Deckel abnehmen, Gemüse abschöpfen und wer mag (ich mag) noch weitere 30 Minuten ohne Deckel einköcheln lassen, um den Geschmack zu verstärken.

Mit Salz und Peffer würzen - und genießen.


Ich muss gestehen, das war so gut -  diesen Winter wird's das sicher mit häufiger geben. Als Nudelsuppe... als Grießnockerlsuppe ... als Flädlessuppe... mhmm :-)