Mittwoch, 26. Oktober 2011

Arthurs Tochter löffelt...

Kaum war er da, der kleine Löffel von Arthurs Tochter, wurde er gleich mit in den Urlaub geschleppt mal vergessen mit in den Urlaub zu nehmen. An alles wurde gedacht, nur nicht an den Löffel. An den dachte ich so kurz nach Hannover. Da war's zu spät...

Wofür gibt's die besten Schwiegereltern der Welt? Die nicht mal Fragen stellen, wenn Frau Feinschmeckerle sie bittet, einen Kochlöffel in den Urlaub nachzusenden? Und mich auch danach nicht für völlig irre halten? Mir noch einen lieben Brief dazu legen? Eben. Sie haben einiges gerettet, zum Beispiel das...

... Gipfeltreffen der Kochlöffel. Mit meinem persönlichen VIP, Frau Kuechenlatein habe ich einen tollen Tag am Nordseestrand verbracht. Und die Löffel konnten auch endlich mal so richtig quatschen, waren sie doch so lange getrennt. Ich weiss nicht wer lauter geschnattert hat, die beiden oder wir beim Grauburgundersonnenuntergang ...




... oder den Ausflug des Löffels zum weltberühmten Westerhever Leuchtturm und meinen persönlichen VIP's, den Deichlämmern. Very important, weil sie während der Urlaubszeit ständig auf meinem Teller waren - und uns auch jetzt noch als Käse der absolut empfehlenswerten Friesischen Schafskäserei in Tetenbüll erfreuen.

Kurz war der Löffel eingebildet - er sei ja fast größer als der Leuchtturm. Aber den Zahn konnte man ihm durch eine andere Perspektive schnell ziehen...

  



... verrückte Situationen hatten wir obendrein. Und völlig untypisch fingen wir an dem Löffel einen kleinen Schrein mit Indianerkopfputz zu sandeln. Am weltberühmten Nordseestrand in St. Peter Ording, versteht sich.


Liebe AT - es war eine Freude bei diesem Projekt dabei zu sein. Toll, wie die Löffel durch die Welt reisen!

Sonntag, 16. Oktober 2011

World Bread Day: Roggenschrotbrot mit Joghurt und Schmalz

Der #Worldbreadday 2011 ist auch für mich Grund genug eine neue Kreation auszuprobieren. So langsam arbeite ich mich durch die Bernd-Armbrust-Brot-Bibel, heute gibt's das Roggenschrotbrot mit Joghurt und Schweineschmalz.




Gott sei Dank hat sich mein schmollender Sauerteig so langsam wieder entschmollt. Seit ich ihm Sommer so selten gebacken habe, war er etwas zickig. Aber jetzt ist er wieder in guter Form..

Am Abend vor dem Backtag:
  • 15 g Roggensauerteig (Trockenprodukt) -  das eigene Sauerteigbaby aus dem Kühlschrank mit
  • 100 g Roggenschrot
  • 100 ml Wasser vermengen und abgedeckt 15 - 20 Stunden reifen lassen


Am Backtag:
  • den Sauerteig (215 g) mit
  • 275 ml Wasser (lauwarm) 
  • 15 g Hefe 
  • 200 g Joghurt (1,5%, nicht stichfest) 
in einer Schüssel gut verrühren - danach:
  • 250 g Weizenmehl (550)
  • 250 g Roggenmehl (1150)
  • 15 g Salz dazu geben
  • mit Küchenmaschine 5 Minuten langsam kneten 
  • 25 g weiches Schweineschmalz dazu geben
  • danach nochmals 5 Minuten schnell kneten

  • fertigen Teig auf bemehlte Arbeitsfläche geben - da er SEHR klebt empfiehlt sich eine richtig ordentlich bemehlte Silikonmatte (wenn vorhanden) zu benutzen - außer man steht auf klebrige Arbeitsplatten...
  • 20 - 30 Minuten abgedeckt gehen lassen
  • dazwischen dreimal rund wirken (ich habe hier zu Beginn erst mal einen Spachtel zur Hilfe genommen, da die Sache SEHR klebrig war)
  • gegangenen Teig nach Lust und Laune formen
  • mit Wasser bestreichen und feinem Roggenschrot bestreuen



  • Auf ein Blech mit Backpapier geben -  bei mir wird das Brot gleich mit Ofen-Thermometer bestückt
  • Backofen auf 250 Grad vorheizen
  • Brot in heißen Ofen schieben (Mitte)
  • 220 Grad einstellen - und Brot ca. 45 Minuten knusprig backen, bis es hohl klingt - oder wie Frau Kuechenlatein sagt "wenn das Ofen-Thermometer kurz über Schwein ist"



Das Brot riecht und schmeckt fantastisch. Herrlich saftig durch Joghurt und Schmalz. 

Optisch bin ich ebenfalls sehr angetan - sieht fast aus wie im Buch. 
Lediglich die Teig-Konsistenz brachte mich kurz zum Schwitzen. Nächstes Mal starte ich auf alle Fälle einen Versuch in der Kastenform. Auf das Gärkörbchen habe ich hier auch mit Absicht verzichtet, da ich mich schon innerlich Teig rauskratzen sah ;-) 

Insgesamt: Daumen hoch, klare Nachbackempfehlung. Vor allem aufgrund der recht überschaubaren Zubereitungszeit ein echtes Alltagsbrot.


Quelle: Bernd Armbrust - Brot.



Samstag, 15. Oktober 2011

Soulfood vom Feinsten: Kartoffel-Kürbis-Curry-Suppe

Im Sommer gibt's als Abendessen oft Salat in allen erdenklichen Variationen - und sobald die Temperaturanzeige unter 15 Grad fällt, gibt's statt dessen Suppen ohne Ende...

Eine unserer Lieblingssuppen ist die Kartoffel-Kürbis-Curry-Suppe. Geht schnell - und die Zutaten haben wir im Winter immer da.


Für die Suppe (Menge für 4 Personen):
  • 1 kleinen Hokkaido-Kürbis entkernen und in kleine Stücke schneiden
  • 3 mittelgroße, mehlige Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden



  • 1 Zwiebel schälen, in Würfelchen schnippeln und in etwas Olivenöl anschwitzen
  • Kartoffel - und Kürbiswürfel dazu geben und ein paar Minuten mitschwitzen
  • mit Gemüsebrühe ablöschen, so dass Gemüse gerade bedeckt ist
  • 25 Minuten köcheln und pürieren - ggf. je nach Konsistenz noch Gemüsebrühe dazu geben
  • Mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker, Piment d'Espelette und 1 TL Currypulver würzen
  • nach Lust und Laune (und Linie ;-) mit 1/2 Becher Sahne verfeinern, ...
... genießen und das Herbstwetter ganz gelassen hinnehmen!

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Gratinierte Butternuss-Nockerln mit Tomatensauce

Kollegenmittagessen vom Feinsten: Scarlett verwöhnte uns mit Gratinierten Butternuss-Nockerln mit Tomatensauce - einfach herrlich! Da wurde selbst der Montag zum echten Wochenhighlight...


  • Butternut-Kürbis entkernen, 750 g davon in Scheiden schneiden
  • Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech leben und in der Mitte des 170 Grad heissen Ofens 50 Minuten backen, bis er richtig weich ist...
  • Dann die Schalen entfernen und den Kürbis pürieren
  • Mus in einem feinmaschigen Sieb gut abtropfen lassen, so dass am Ende 300 g bleiben
  • Kürbismus mit 250 g Ricotta, 75 g Parmesan und 2 Eiern vermischen
  • Soviel Mehl dazu geben, dass der Teig nicht mehr klebt, aber noch weich ist
  • Mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und Muskat würzen
  • Mit zwei Teelöffeln Nockerln formen und portionsweise im kochenden Salzwasser ziehen lassen
  • Sobald die Gnocci an der Oberfläche sind, mit Schaumkelle rausnehmen und in eine gefettete Auflaufform geben


  • Für die Tomatensauce 500 g Fleischtomaten kurz überbrühen, häuten, vierteln und entkernen
  • Fruchtfleisch in Würfel schneiden, in heißem Öl andünsten 
  • Mit Salz, Pfeffer und geschnittenem Basilikum abschmecken
  • Sauce über Nockerln verteilen
  • 75 g Parmesan und einige Butterstückchen darüber streuen
  • Nockerln in der Mitte des Backofens bei 220 Grad 15 - 20 Minuten überbacken
Das waren tatsächlich meine ersten Kürbis-Nockerln und ich bin immer noch total begeistert. Vor allem vom Butternut-Kürbis, den ich bis dato völlig unterschätzt hatte!

Quelle: Wunderbare Kürbisküche von Karin Messerli

Samstag, 8. Oktober 2011

Herbstblues nein dank(e) Apfelkuchen nach Douce Steiner

Lange Zeit hatte ich eine Apfelphobie. Das liegt daran, dass es aufgrund unserer riesigen Apfelbaumwiese in meiner Kindheit Apfelkuchen in allen Variationen gab. Jedes Wochenende. Ohne Gnade. Als ich ausgezogen bin, habe ich um Apfelkuchen einen weiten Bogen gemacht. Bis vor einiger Zeit. Das "Trauma" ist überstanden und ich esse Apfelkuchen wieder mit vollem Genuss.

Vor allem die Variante von Douce Steiner - das Rezept habe ich aus einer Zeitschrift gerissen - hat das Zeug zum Lieblingsapfelkuchen. Und ganz "nebenbei" riecht das ganze Haus so richtig schön nach Herbst...

 

Ein Backblech (40 x 30) bzw. eine Tarteform (33 cm Durchmesser - die hatte ich) mit 300 g Blätterteig auslegen. Mit einer Gabel mehrmals einstechen und großzügig mit Semmelbröseln bestreuen.

2-3 Äpfel (Boskop) schälen, vierteln und hauchdünn schneiden oder hobeln und fächerartig auf dem Backblech verteilen.


Ofen auf 180 Grad vorheizen.
  • 2 Eier
  • 125 g Sahne
  • 1 EL Speisestärke
  • 2 EL Zucker (ich hatte selbstgemachten Vanillezucker)
miteinander verkleppern und gleichmäßig über die Äpfel geben.


Apfelkuchen im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen.
Etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäubt servieren.

Unserer war noch lauwarm - dazu gab es einen Klecks Vanillesahne... ein Traum!


Diese Variante wird es noch häufiger geben - das Ganze müsste auch gut mit Birnen schmecken - wird auf alle Fälle ausprobiert, denn... die "geliebte" Apfelbaumwiese gibts noch immer. Und ja, es gibt auch Birnbäume..

Samstag, 1. Oktober 2011

Herbstpasta mit Feigen, Trauben und Ziegenkäse

Als ich Bollis Herbstpasta mit Feigen, Trauben und Ziegenkäse sah, war ich gleich hin und weg. Alles Zutaten, die ich gerne mag. Und das Essen ist ratz-fatz fertig - die ideale Ausgangsbasis für unser Kollegen-Mittagskochen.

Aber lassen die sich auf die wilde Frucht-Käse-Pasta-Mischung ein?

Sie haben sich nach anfänglicher Skepsis beim Betrachten des Tellers darauf eingelassen und und sind total begeistert.



Die Zubereitung geht ganz einfach:

  • Pasta nach Wunsch kochen
  • Feigen und Trauben schnippeln
  • Ziegenfrischkäse zerbröseln
  • Parmaschinken schnippeln (wenn ich ihn nicht zuhause vergessen hätte..) 
  • würzen mit Salz und Pfeffer
Alles miteinander vermischen, ggf. etwas Kochwasser dazu geben und genießen!