Sonntag, 28. August 2011

Frau Feinschmeckerle's Auszeit

Auch im Hause Feinschmeckerle gibt's eine kleine Ulaubspause. Weiter geht's hier Mitte September. Bis dahin viele Grüße und eine gute Zeit!


Die Sache mit den Schwaben und dem halben Brot...

... sorgt in Metzingen und Umgebung für einige Turbulenzen.

Denn: einer der ortsansässigen Bäcker mit vielen Filialen, hat vor einigen Wochen beschlossen, keine halben Brote mehr zu verkaufen.

Der Grund: Bürger hätten sich beschwert, die halbierten Brote seien ungleich groß gewesen.
Und wer das kleinere Stück bekommen hatte, wurde enorm benachteiligt. Da reagiert der Schwabe natürlich ungehalten.

Ich hatte bei diesem Bäcker mit den tollen Brezeln immer gerne eingekauft, wenn ich nicht selbst ein Brot in den Ofen geschoben hatte. Aber für uns ist ein ganzes Brot zu viel - und so musste ich ohne Brot wieder von dannen - und zur Konkurrenz -  ziehen.

Beim letzten Brezelkauf sah ich dann wieder ein halbes Brot liegen... und siehe da: erboste Kunden sorgen dafür, dass die Zeit der halben Brote nun vorbei ist.

In Kürze werden alle Filialen mit Waagen ausgestattet, damit die Brote künftig nach Gramm abgerechnet werden.

Damit auch ja kein Schwabe auch nur einen Cent mehr zahlt, als nötig.

Da schämt man sich manchmal Schwabe zu sein!


Montag, 22. August 2011

Ich habe ein neues Schaetzchen...

... einen Mini-Kenwood-Chopper. Und sogar von Englands Haushaltsqueen Delia Smith empfohlen. Was mir im ersten Moment recht egal war.

Besonders für die Herstellung von Pesto, dem Häckseln von Nüssen oder Semmelbröseln fehlte mir in letzter Zeit ein wirklich kleiner Chopper.

Bei Amazon wurde ich schnell fündig. Aufgrund der guten Bewertungen habe ich mich für den Kenwood DH 180 entschieden - und ihn aufgrund des Preisvorteils gleich in England bestellt.


Ich möchte auf diesen kleinen Racker nicht verzichten. Weil:
- er wirklich Power hat (300 Watt) - auch bei festeren Sachen, wie z.B. Parmesan nicht aufgibt
- die Größe für unseren Haushalt perfekt ist (350 ml)
- ich nicht wegen jeder Kleinigkeit den Mixer bemühen möchte
- er unheimlich gut zu reinigen ist (Spülmaschine, kein Problem!)
- es nur eine Hand braucht, ihn zu bedienen (für multitaskingfähige Frauen)

Und Delia findet ihn auch toll ... na, wenn das kein Grund ist ;-)


Donnerstag, 18. August 2011

Metzinger Markt-Impressionen

Ja, es gibt ein Leben neben den ganzen Outlet-Stores der großen Marken in Metzingen. Es spielt sich rund um die 7 Keltern ab - und wer ein paar Schleichwege kennt, kann sogar Samstags die shoppingwütigen Touris ganz clever umfahren.

In und um Metzingen wird ja jede Menge Wein angebaut. Und natürlich auch gekeltert. Als Schutz wurden schon vor 1500 7 "Keltern" erreichtet, die es heute noch gibt.


Heute wird hier weniger gekeltert, als geschlemmt, gekauft, gelesen, oder auch Eis geschlotzt. Neben der Bücherei-Kelter gibt's sowohl Weinbaumuseum, Festkelter, aber auch Restaurants und in einer der wenigen offenen Keltern den Wochenmarkt Metzingen.

Ich bin von diesem Markt genau so begeistert, wie Johannes von den Stuttgarter Märkten. Es gibt hier zwar meist nur einen Stand je "Schwerpunkt", aber das ist völlig ausreichend - und noch viel wichtiger: hier verkaufen meist Bauersleute aus der Region und keine Gemüsehändler, die mal eben auf den Großmarkt fahren.

So kommen mir beim Gang über den Markt meist erste Ideen, wenn ich sehe, was es aktuell aus regionalem Anbau gibt. Und dazu kommt: die Produkte sind qualitativ toll und kosten trotzdem nicht die Welt.

Blumen werden bei uns von den Blumenmönchen in Mönchskutte verkauft... hier finden sich garantiert keine Rosen aus Kenia.




Aber auch der Stand mit Oliven und verschiedenen Pasten darf selbst in Metzingen nicht fehlen...


In der geschützten Kelter sind vor allem viele kleinere Erzeuger, die hier saisonales Obst und Gemüse verkaufen...


... und darüber hinaus tolles Rauchfleisch und Holzofenbrot!


Also liebe Metzingen-Shopper...  besonders Samstags unbedingt mal einen Abstecher zu dem Markt bei den Keltern wagen. Ihr werdet sicher nicht enttäuscht. Und wichtig: auch der gute Metzinger Wein wird hier verkauft.

Montag, 15. August 2011

Ran an den Speck: mit Pasta, Spinat und Tomatensauce

Chef Hansen will Speck. Und auch wenn ich die letzten Wochen berufsbedingt so gut wie gar nicht zum Kochen kam, bekommt er heute was er will. Männern, die im Ländle wohnen und sich rächen könnten, soll man keinen Wunsch abschlagen ;-) Also mache ich mit beim Kochevent: ran an den Speck


Bei mir gibt's Pasta mit frischem Spinat und tollem Speck - oder wie bei uns gesagt: Rauchfleisch. Ich bin ganz ehrlich. Mit Bacon und Co kann man mich jagen. Ich esse zwar gerne geräucherten Schinken und Gerichte mit Speck - aber nur, wenn ich ihn nicht mehr "sehe". Denn, mit der Schwarte habe ich es nicht so... die kommt auch beim Schinken weg.

Dieses besonders schöne Stück habe ich extra gestern auf dem Metzinger Markt gekauft. Ja, Outletcity bietet auch noch was anderes als Boss und Co - besonders Samstags trifft man höchstens mal asiatische Fabrikverkaufpilgergruppen, die vom Bahnhof kommen - sonst ausschließlich Einheimische.



Für die Speck-Spinat-Tomaten-Pasta:
  • 300 g Rigatoni vorkochen
  • 1 Schalotte und
  • Rauchfleisch nach Lust und Laune würfeln und
  • zuerst das Rauchfleisch anbraten und dann die Schalotten dazu geben


  • Spinat gut säubern (lieber einmal mehr als zu wenig einweichen - nichts ist schlimmer, als eine erdige Note im Essen...)
  • mit kochendem Wasser übergiessen (die Wasserkocherblanchiermethode)
  • und wer will grob zerkleinern



  • Spinat zu den Speck-Zwiebeln geben und mit Salz und Pfeffer würzen
  • Mit einem Schuss Rotwein ablöschen
  • Und selbstgemachte Ofentomatensauce nach Lust und Laune dazu geben
  • Rigatoni dazu geben und nochmals kurz durchschwenken



Uns hat's prima geschmeckt - und ist mal eine andere Variante, vor allem die Kombi Spinat und Speck mit Tomate wird es häufiger geben!

Sonntag, 7. August 2011

Sarah Wiener rettet mich ...

.... vor dem Döneroverkill. Dafür Danke! Um mein Büro herum gibt es gefühlte 1.000 Dönerläden. Ich habe ja nichts gegen Döner, aber ein bisschen Abwechslung wäre nicht schlecht. Dafür sorgt nun Sarah Wiener, denn sie hat das Restaurant im Mercedes Benz Museum übernommen. Und ich Glückliche arbeite gleich in der Nähe.

Das Glück ist etwas geteilt. Sarah Wiener finde ich ganz sympathisch, weil sie für eine TV-Köchin doch so ziemlich ihr eigenes Ding macht.
Bei den Servicekräften habe ich noch meine Probleme. In Woche 2 nach Eröffnung hatte das noch ziemlich viel von planlosem Herumgerenne. Fast alle Servicekräfte bedienten uns an unserem Tisch.

Dazu kommt: das Restaurant ist sehr stylish und chic. Aber alles andere als bequem und nicht besonders geeignet um geschäftliche Dinge zu besprechen (alles offen). Sehr schade. Die  Tische haben nicht die gleichen Rundungen, wie die Rundbank. Das heisst - man sitzt an manchen Plätzen gut 60 cm vom Tisch entfernt und versucht sich nicht zu beklekkern...


Doch das ist Jammern auf hohem Niveau. Denn das Essen macht alles wieder wett. Produkte aus dem Ländle (Schwäbisch Hällisches Schwein...) kombiniert mit Sarah Wiener Spezialitäten aus Österreich, wie meinem Backhendl mit einem unglaublich schlotzig-guten Kartoffel-Gurkensalat. Das Hendl war total saftig, dazu gab es "österreichisches Gold", ein wenig Kürbiskernöl.

Toll ist auch die eingepackte Zitrone zum Schnitzel der Kollegin. Nette Idee!


Schade: in Woche 2 hat die Kasse noch nicht funktioniert, es gab keine Bewirtungsbelege. Doch der kam nun einige Tage danach ins Haus geflattert.

Fazit: Da das Essen so toll ist, werden wir sicherlich regelmäßig bei Sarah Wiener im Mercedes Benz Museum vorbeischneien. Aber eher nicht mit Geschäftspartnern, dazu ist das Restaurant nicht geeignet - und da es im Museum ist, ja ganz sicher auch nicht konzipiert!

Weitere Infos gibt's online... hier sieht man auch die Tische, deren gerade Seite nicht zur runden Bank passt ;-)

Donnerstag, 4. August 2011

Zweierlei Mangold mit Ricotta-Pü

Wir kochen in unserer Büroküche weiter einmal pro Woche was Feines - meist was die Biokiste überraschend hergibt.

Kollege R. hat sich was Feines ausgedacht. Ricotta-Parmesan-Pü mit zweierlei Mangold... für uns alle, die wir Mangold nicht so oft auf dem Speiseplan haben, war das ein echtes Highlight!



Mangold:
Etwa 1,5 Kilo Mangold waschen, Stiele von den Blättern trennen, die Stiele in etwa 1 cm breite Streifen schneiden, die Blätter ebenso.

Stiele:
Zwiebeln und Knoblauch in guter Butter andünsten, die Stiele zugeben, weiterdünsten, mit etwa 1/8 l Milch aufgießen, mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und 20 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss mit saurer Sahne auffluffen.

Blätter:
Eine handvoll Mandeln hacken und in der Pfanne anrösten, Butter, Zwiebeln und Knoblauch dazu, kurz anbraten, dann die Blätter zugeben und weiterbraten. Mit Salz, Pfeffer und frischem Thymian und Majoran würzen. (ein paar Rosinen oder Cranberrys wären da auch sicher lecker drin, oder Pinien statt Mandeln…)

Parmesan-Ricotta-Pü:
Etwa 1,5 Kilo Pellkartoffeln kochen, abziehen und stampfen. Mit dem Schneebesen Milch, reichlich gute Butter, gute 100 gr.  geriebenen Parmesan oder einen anderen würzigen Käse (Cheddar)  und ein halbes Pfund Ricotta unter die Kartoffeln schlagen, bis ein fluffiger Kartoffelschnee entsteht. Klassisch mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Montag, 1. August 2011

Die en-vogue-Tomatentarte

Schuld sind mal wieder die Twitterdamen. Allen voran Frau l'artdevivre.eu und Frau Valentina's Kochbuch. Sie diskutierten über eine tolle Tomatentarte, die mir sofort den Mund wässrig machte. Ursprünglich hier gebloggt. 

Und mittlerweile auch von Frau Multikulinarisch.es nachgemacht. In abgeänderter, minimalistischer Form von Frau Bolli und von Frau Cosycooking mit Ziegenfrischkäse. 

Tomatentarte ist ganz klar en vogue!


Für die nicht so ganz kalorienarme Variante einen Mürbteig zubereiten : 200 g Weizenmehl 405 mit 20 ml Milch, 1 Ei, 80g kalter Butter, je 1 Prise Zucker und Salz zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten.

Ich mache meist die doppelte Menge und friere einen Teil für die nächste Quiche ein. Morgens rausnehmen und abends eine schnelle Quiche zaubern...


Teig 30 Minuten ruhen lassen.

70 g Gruyère und 100 g Parmesan (guten!) reiben - oder im Chopper zerkleinern.

100 g Mascarpone mit ordentlich frischem Basilikum, dem Käse, Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette mischen und auf den in der Tarteform ausgerollten Teig geben.


Backofen vorheizen und die Quiche bei 170 Grad 40 Minuten backen - aufpassen, dass die Tomaten nicht schwarz werden.



Wer will, kann auch doppelstöckig zur Tat schreiten ;-)

Bollis Tipp ist klasse. Wer Zeit hat schneidet die Tomaten und lässt die Flüssigkeit abtropfen. Dann wird es keine so flüssige Angelegenheit...

Hat das Zeug zur Lieblingstarte - und auch schon als Geburtstagssnack alle begeistert!