Dienstag, 22. März 2011

Nachgebacken: Schönheitsschlaf-Brötchen aus dem Kühlschrank

Schon seit einigen Wochen habe ich das Rezept für Frau Küchenlateins Brötchen mit Kühlschrankgare auf dem großen Nachbackstapel.

Ich bin zwar immer noch ohne Brötchen-Lochblech und Brötchen-Stecher, habe mich aber trotzdem an dran gewagt - ganz streng nach Originalrezept von Frau Küchenlatein, damit ja nichts schief geht.

Die Brötchen kommen mir sehr gelegen, ich backe und werkle ja am liebsten spät abends in der Küche.


Endlich konnte ich auch mal den Backrahmen nutzen, damit die Brötchen beim nächtlichen Schönheitsschlaf im Kühlschrank hübsch aufgehen können - was sie auch getan haben. Obendrein sind sie völlig faltenfrei, was so eine Nacht im Kühlschrank alles bringt...

20 Minuten später hat man die besten Frühstücksbrötchen überhaupt. Im Gegensatz zu meinen schnellen Frühstücksbrötchen sind sie wesentlich lockerer - eine absolute Nachbackempfehlung!



Albbüffel-Käse frisch von der Käserei

Ich liebe ja Albbüffel. Sie sind knuffig, toll zu grillen - und geben exzellenten Käse. Diesen bekommt man frisch vom Hof in Bioland-Qualität auf der Schwäbischen Alb. Bekanntlich beziehe ich meine Lebensmittel am liebsten direkt aus der Region - beim Erzeuger einzukaufen ist für mich das Größte.

Und wenn man das Ganze noch mit einem Trip ins schöne Lautertal verknüpfen kann, oder einem Essen in Simon Tress' Bio-Restaurant Rose Ehestetten ist das der perfekte Ausflug.

Wenn Frau Feinschmeckerle auf den Heidäcker Hof Käse holen geht, melden sich die Kollegen: dieses Mal habe ich ganze 13 Laibe ins Büro gekarrt.
Und da manche Kollegen eine Vorliebe für recht "rezente" Käsesorten haben, war ich ganz froh, dass wir das Dach aufmachen konnten...



In Hohenstein wird nach Bioland-Richtlinien Käse gemacht. Von Hand und ganz traditionell. Und mit Milch von der eigenen Herde.

Die "Klassiker" gibt's schon seit einigen Jahren:





Meine Favoriten sind - Überraschung - die Rohmilchkäsesorten vom Albbüffel.

Dieses Mal haben wir einen jungen und etwas länger gereiften Käse mitgenommen: und innerhalb kürzester Zeit verputzt.

Auch der Albzarella (Mozzarella vom Albbüffel) ist ein Knaller. Besonders, wenn es wieder gschmackige Tomaten gibt, wird das ein Sommerlieblingsessen.

Dazu ein Glas Syrah - PERFEKT!

Wer es nicht ganz auf die Schwäbische Alb schafft, kann den Albkäse auf der Slow Food Messe in Stuttgart testen.

Ansonsten lohnt sich auf alle Fälle der Trip nach Hohenstein-Ödenwaldstetten zum Heidäcker Hof. Einfach kurz die Käseklingel bedienen und Helmut Rauscher steckt Euch gleich mit seiner Liebe zum Albkäs an.


Donnerstag, 10. März 2011

Wieder besucht: das Meran Stuttgart

Mein chronischer Zeitmangel dehnt sich leider auch auf die Mittagspause aus. Aber heute habe ich mir zusammen mit einer lieben Kollegin (die mich erst mal gescholten hat, dass der letzte Blogeintrag ja schon eine Weil her ist) ein Mittagessen im Meran gegönnt.

Das ist direkt am Marktplatz in Stuttgart Bad Cannstatt - und wurde von mir kurz nach der Eröffnung hier schon einmal besprochen.

Jetzt, Monate später gibt's auch Fotos dazu. Und wir wollten einfach mal schauen, wie sich das Ganze entwickelt hat...



Rustikal und trotzdem chic, absolutes Wohlfühlambiente. Und der Geselle an der Wand hat überwacht, ob ich auch brav alles esse...

Das Meran bietet auch weiterhin wechselnde Tagesessen und eine wöchentliche Karte mit südtiroler Spezialitäten.

Mit einem Ausreißer. Ob der afrikanische Buntbarsch "Tilapia" tatsächlich mal in Südtirol war, wage ich doch stark zu bezweifeln.

Besonders lobenswert. Das Brotkörbchen mit frischen Vollkornbrot passte ganz ausgezeichnet zum knackig frischen Salat mit tollem Dressing. Ich kam mit dem tunken kaum nach...

Highlight waren aber klar die Ravioli mit Trüffel und geschmorten Tomaten. Der Trüffelgeschmack war nicht zu stark und nicht zu schwach.

Und die Tomaten aromatisch wie sonst nur im Hochsommer. Auf das Balsamico-Gekritzel hätte gerne verzichtet werden können, aber das nahm ich gerne für dieses leckere Mittagessen in Kauf (9,00€).

Ich werde versuchen mir in Zukunft öfters wieder die Zeit zu nehmen. So ein kleiner Ausflug nach Südtirol führt einen doch ganz beschwingt durch den Nachmittag... und ich werde garantiert auch abends vorbei schauen, denn die Weinkarte liest sich ganz vielversprechend!

Meran
Stuttgart Bad Cannstatt

Ratz-Fatz-Küche: Gemüse-Nudel-Gratin

Gerade ist wirklich der Wurm drin. Zeit zum "richtig" kochen nur am Wochenende. Lange Arbeitstage. Aber gegessen wird trotzdem. Dann muss es ratz fatz gehen. Dafür eignet sich ein Gemüse-Nudel-Gratin ganz ausgezeichnet. Zusammen mit einem frischen Salat keine Neuerfindung, aber ein Lieblings-Alltagsessen im Hause Feinschmeckerle.


Egal ob frisch gekochte Nudeln, oder Reste - für 4 Personen mit 150 g gekochtem, klein geschnittenem Schinken mischen. Wer mag, kann auch gekochten und geräucherten Schinken mischen.

In unserem Fall 1 Brokkoli (ca. 500 g) und 4 Möhren putzen, bissfest garen in ein wenig Gemüsebrühe.

250 g Sahne, 250 g Milch, 2 Eier, 3 EL Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette und Muskat verkleppern. 100 g frisch gehobelten Parmesan dazu geben.

Nudeln, Gemüse und Eier-Sahne-Milch in einer großen Schüssel mischen und nochmals mit Salz und Pfeffer würzen.

In Gratinform geben, nach Wunsch nochmals Parmesan darüber hobeln - und bei 170 Grad ca. 30 Minuten überbacken.

Und einen frischen Blattsalat dazu genießen. Ich mag das am liebsten auf dem gleichen Teller, aber das ist ja Geschmackssache...