Sonntag, 23. Januar 2011

Das Conchiglioni giganti Experiment: lohnenswerte Riesenfummelei

In letzter Zeit sind mir die riesigen Muschelnudeln immer häufiger in Blogs begegnet. Sei es bei Arthurs Tochter, oder auch Mestolo. Alle haben sie die Fummelarbeit auf sich genommen, die das Füllen der Conchiglioni mit sich bringt.

Also schließe ich mich an. Fülle aber nicht mit Spinat und verzichte auf das Parmesan-Sösschen. Bei mir gibt es eine Eigenkreation (Menge für 4 Personen) mit Zucchini, Hackfleisch und Tomatensauce, mit der ich früher gerne Canneloni gefüllt habe.


--- Tomaten-Sosse ---

1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe glasig dünsten, mit einem guten Schuss Rotwein ablöschen und 1 EL Tomatenmark dazu geben.
Mit 500 ml Tomatenpassata aufgiessen. Kräftig mit Salz, Pfeffer Piment Espelette und 1 Prise Zucker würzen. Auf kleiner Flamme köcheln lassen - bei mir dauert das 1,5 h bis die Konsistenz stimmt.
20 Minuten vor Verwendung einen Zweig Thymian, Rosmarin und einige Basilikum-Blätter fein geschnittenen dazu geben.


--- Für die Füllung der Conchiglioni ---

400 g Rinderhack in 1 EL Olivenöl krümelig anbraten, mit einem Schuss Rotwein ablöschen. 2 EL Tomatenmark und 2 EL Tomatensauce dazu geben.
2 kleine Zucchini sehr fein würfeln (oder mit der Maschine würfeln lassen), untermengen und mit Salz, Pfeffer, italienischen Kräutern ordentlich würzen. Gerade bei Hack ist mehr mehr - sonst wird das Ganze schnell geschmacksneutral.

Die lauwarme Masse verfeinere ich noch mit 1 - 2 EL Parmesan und Frischkäse (alternativ Ricotta) - gut für Bindung, Geschmack und die Hüften. Wichtig: die Füllung darf keinesfalls zu flüssig werden!

In der Zwischenzeit 250 g Conchiglioni vorsichtig in kochendes Wasser geben und nach Packungsanweisung kochen - die Nudeln sollten noch ein wenig Biss haben.

Ich habe sie vorsichtig mit der Schöpfkelle aus dem Wasser gehoben, da sie schnell Risse bekommen und nicht mehr gefüllt werden können. Letztendlich muss man schon beim Einkauf darauf achten, dass die riesigen Nudeln nicht brechen - am besten ähnlich wie Eier behandeln ;-)

Eine Auflaufform mit Tomatensauce füllen. Die Conchiglioni vorsichtig mit der Masse füllen, auf die Soße setzen - und nach Gusto mit ein wenig Parmesan bestreuen.

Bei 150 Grad ca. 15 - 20 Minuten im Ofen garen und genießen. Bei uns ab es noch Blattsalate mit Balsamico-Dressing dazu. Und das ganz sicher nicht zum letzten Mal!


Mittwoch, 12. Januar 2011

Es darf gefeiert werden ...


... und zwar aus zweifachem Grund!

1. gibt es feinschmeckerle's Blog tatsächlich schon 1 Jahr.
1 Jahr Kochen, Backen, mit Euch kommunizieren und viele Blogs lesen hat mich kulinarisch weiter gebracht und ich freue mich über einige nette Internetbekanntschaften.

2. habe ich von Daniela und Ulrike den Liebster Blog Preis bekommen.
Dafür Danke!
Ich weiss schon sehr genau, wem ich diese Auszeichnung zurückgebe, denn es sind tatsächlich die für mich persönlich interessantesten Blogs!

Den Sauerteig-Backschwestern im Geiste: Frau Kuechenlatein, Frau l'art de vivre, Frau Lunchforone und (weil sie das Rezept meines Lieblingsbrotes gebloggt hat und mental immer zur Seite stand) Frau Cucina Casalinga.

Sie haben mich dieses Jahr ganz schön beeinflusst was das Thema Brot backen angeht.
Vor genau 1 Jahr hätte ich gelacht, wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich meinen Sauerteig "pflegen" würde.

Ohne die 4 und die tolle Sauerteiglieferung würde ich jetzt nicht wöchentlich Brot und Brötchen backen, als wäre es das normalste der Welt, man kennt mich im Mühlenladen, Gärkörbchen sind meine neuen Freunde und auch ohne KitchenAid kann ich mir ein Leben nicht mehr vorstellen.

Darüber hinaus bin ich großer Fan griechischer Küche und von Frau Monambelles' Blog.

Und lese gerne den Blog von Marion "Tomaten Quiche". Aus verschiedenen Gründen. Die Gerichte sprechen mich total an, es gibt tolle Fotos - und nebenbei kann ich auch mein längst eingerostetes Schulfranzösisch wieder aufpolieren.

“Dir wurde der Award verliehen und du möchtest ihn gerne weitergeben? Erstelle einen Post, indem du das Liebster-Blog-Bild postest und die Anleitung reinkopierst (= der Text den du gerade liest). Außerdem solltest du zum Blog der Person verlinken, die dir den Award verliehen hat und sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst und ihr den Link deines Award Posts da lassen. Danach überlegst du dir 3 – 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst und die Besitzer jeweils per Kommentarfunktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.
Liebe Bloggergemeinde: Das Ziel dieser Aktion ist, weniger bekannte, gute Blogs an’s Licht zu bringen. Deswegen würde ich euch bitten keine Blogs zu Posten, die ohnehin schon täglich 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger und Leute, die zwar schon ne Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.”

Sonntag, 9. Januar 2011

Nachgebacken: Roggenbauer

Zwischen Weihnachten und Neujahr fand ich aufgrund von Terminstress und Urlaub kaum Zeit zum Backen. Ich habe schnell gemerkt: das war gar nichts. Dieses Jahr wird die Weihnachtszeit definitiv entschleunigt. Dann habe ich auch wieder mehr Zeit und Muse zum Brot backen, was mich sehr entspannt.

Das Roggenbauer von meiner Backlehrerin Frau Kuechenlatein habe ich bereits zu Beginn meiner Brotbackerei ausprobiert. Damals habe ich mir mit dem Handrührgerät fast einen Tennisarm geholt.

Jetzt habe ich die KitchenAid eingesetzt und der Teig wurde geschmeidig, genau wie er sein sollte.

Abgewandelt habe ich lediglich:
  • Zugabe mehr Salz: 25 g statt 20 g
  • Längere Gehzeit im Korb: 45 Min statt 20 - 30 Min
  • Backzeit: 30 Min statt 40 Min - dann war das Brot lt. Thermometer bereits "über Schwein"


Auch der "Kampf" mit dem Roggenteig war kein Problem mehr. So langsam habe ich meine eigenen Kniffe, wie ich dem Teig Herr werde, ohne die ganze Küche und mich komplett einzusauen. Oder die Utensilien nach Gebrauch frei zu meißeln, weil ich sie nicht gleich in Wasser eingeweicht hatte.

Was waren das noch für Zeiten als der Herr des Hauses nach einem Backtag bemerkte, ich würde mich in Brösel auflösen ... diese Zeiten sind zum Glück vorbei!

Freitag, 7. Januar 2011

Dressing à la Simon Tress

Als Liebhaberin der Küche von Simon Tress war ich ganz schön gespannt auf sein erstes Kochbuch.

Tress selbst ist ja kein Unbekannter. Vor allem auf der schwäbischen Alb rund um das Biorestaurant Rose Ehestetten ist man mächtig stolz auf den Shooting Star, der schon in der Traube Tonbach kochte. Nicht nur sein Können, auch sein Charme macht ihn in der Region zum Traum-Schwiegersohn. Regelmäßig glühen die Telefonleitungen, wenn die Tageszeitung Koch-Sessions mit ihm verlost.

Seine Leckereien durften wir schon häufig in der Rose in Ehestetten bewundern. Tolle Bio-Gerichte, aber auch schwäbische Klassiker neu interpretiert.

Simon Tress: Die neue schwäbische Küche überrascht mit tollen Bildern. Nicht nur Rezepte auch Land, Leute und Produkte wurden abgelichtet. Und auch die Gerichte sind mehr als ansprechend. Ich werde nach und nach einiges aus dem Buch ausprobieren.

Als kleine Beilage zum Essen am 2. Weihnachtsfeiertag sollte es marinierte Cocktailtomaten geben. Spontan entschloss ich mich, das Tressing, ähm Dressing nach Simon Tress herzustellen.

Klar, ein Dressing ist eigentlich keine Kochherausforderung. Doch habe ich schon häufig schmecken müssen, dass manche Restaurants an dieser scheinbar einfachen Aufgabe scheitern. Zu süss, zu sauer - zu viel Maggi oder Tütenpulver. Nur selten sind wirkliche Highlights dabei. Und das Rose-Dressing ist so ein Highlight für mich.

175 ml Weißweinessig mit 225 ml Mineralwasser, 2 El Senf, 55 g Rohrzucker und 2El Salz mischen. Dann 225 ml Olivenöl zugeben und vermengen, bis ein cremiges Dressing entsteht.

Ich habe konsequent die Jahreszeit ignoriert (Schande über mein Haupt) und einige Cocktailtomaten damit mariniert, passt aber sicherlich auch gut zu winterlichen Blattsalaten und Sprossen. Besonders Feldsalat mit Walnüssen, Ziegenkäse und Granatapfelkerne kann ich mir gut dazu vorstellen.


Uns hat es sehr gut geschmeckt.
Da es einer klassischen Vinaigrette ähnelt, gibt's das ab sofort häufiger.


Kleine Kochbuchkritikpunkte:
  • Für die im Rezept angegebene Salatmenge hätte es 1/5 der Dressing-Zutaten getan. Klar kann man es einige Tage in einer Flasche aufbewahren und dies ist als Tipp vermerkt. Trotzdem ist das für mich nicht ganz stimmig.
  • Es wird genau angegeben, dass man z.B. Rohrzucker verwenden soll - aber nicht welchen Senf. Süss, mittelscharf, Dijon, körnig?
  • Im Rezept sollen alle Zutaten gemischt werden. Das führt dazu, dass sich die Komponenten nicht richtig verbinden. Das Öl sollte in der Regel immer erst am Schluss dazu gegeben werden, damit eine schöne Emulsion entsteht.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Quiche mit Zucchini, Schinken & Käse


Ich liebe Quiches. Und seit Weihnachten erfreue ich mich nicht mehr nur am Geschmack, sondern auch an meiner neuen, herzallerliebsten, gepunkteten, knallroten Quicheform.
Es war Liebe auf den ersten Blick, als ich sie im Schaufenster sah. Und dann gab es sie von den Schwiegereltern zu Weihnachten, was mich besonders gefreut hat.

Seitdem ist sie im ständigen Einsatz. Vor allem, da sich Quiches ja auch ausgezeichnet als Büro-Lunch eignen und mich vor der Ekel-Kantine bewahren.

Eine der Lieblingsquiches ist die Variante Zucchini mit Schinken und Käse.

Hier habe ich erstmals Teig und Guß von Frau Cucina Casalinga ausprobiert, weil für das bisherige Rezept Eier und Butter nicht gereicht hätten. Ein Glück: denn die Quiche schmeckt uns nach dem neuen Rezept sehr gut. Und auf die eingesparten Butter - und Sahnekalorien verzichten wir gerne.

Für den Teig 200 g Weizenmehl mit 20 Ml Milch, 1 Ei, 80g kalter Butter, je 1 Prise Zucker und Salz zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten.

In Klarsichtfolie 30 Minuten im Kühlschrank gehen lassen. Danach die gebutterte Quicheform damit auskleiden.

Parallel 1 mittelgroße Zucchini in feine Scheiben schneiden, 200 g gekochten Schinken vom (falls vorhanden) Fettrand befreien und würfeln. Beides mischen, leicht salzen, pfeffern und mit italienischen Kräutern würzen und in die Quicheform geben.



Ich reibe gerne einen Hauch Käse (in diesem Fall Emmentaler) über die Füllung.
Danach 100 Ml Sahne, 150 Ml Milch, 1 Ei verquirlen. Mit einem Hauch Piment d'Espelette würzen und die Zucchini-Schinken-Käse-Mischung damit übergießen.



Die Quiche bei 200 Grad Umluft ca. 40 Minuten backen.


Tipp: vor dem Anschneiden eine Weile stehen lassen. Wir essen die Quiche am liebsten lauwarm.

Dazu ein Feldsalat mit Vinaigrette und ein Glas Syrah - und der Abend ist gerettet!

Schnelle Frühstücksbrötchen

Einer der Vorsätze 2011: an einem Blogevent teilnehmen. Und so eignet sich der "Gute Vorsätze" Event von Kochtopf ganz ausgezeichnet.

Ich bin schon Ende 2010 dem Backwahn verfallen. Dem Industrie-Brot kann ich einfach nichts mehr abgewinnen. Und zeitlich schaffe ich es selten zu meinem guten Dorfbäcker.
Zuerst begann ich mit Brot backen, dank der Lehrerin Frau Kuechenlatein und der KitchenAid habe ich hier schon eine gewisse Routine.

Vorsatz für 2011 ist klar: jedes Wochenende ein eigenes Brot. Aber es bricht im Hause Feinschmeckerle auch keine Panik mehr aus, wenn wir feststellen, dass keiner Brötchen gekauft hat. Die werden nun einfach selbst gebacken. Meist backen wir sie am Vorabend, so dass sie morgens nur noch kurz aufgebacken werden müssen - und dann sind sie schon ratz fatz verputzt.



Für 8 Brötchen 1/2 Würfel zerbröselte Frischhefe mit 2 TL Honig und 2 TL Salz verrühren.

Insgesamt benötigt man ca. 300 ml lauwarmes Wasser. Die Hefe-Honig-Salz Mischung mit 3/4 der Flüssigeit verrühren.

Nach und nach 500 g Weizen-Mehl (405 oder 550) unterkneten, so dass ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht.
Je nach Konsistenz die restliche Flüssigkeit dazu geben. Notfalls mit etwas Mehl nachhelfen, falls der Teig doch zu feucht wurde.

Den Teig 30 Minuten gehen lassen. Brötchen daraus formen, einschneiden und nochmals 15 - 30 Minuten gehen lassen. Wer Lust hat, kann die Brötchen vor dem Backen noch mit Milch, Butter oder Körnern bestreichen - und dann 25 - 30 Minuten bei 180° C backen.

Blog-Event LXIII - Gute Vorsätze für das Neue Jahr (Einsendeschluss 15. Januar 2011)