Sonntag, 24. Oktober 2010

Sauerteigreise und das erste selbstgebackene Brot

Eigentlich begann alles mit meiner Frustration über das hiesige Brotangebot. Zwar haben wir einen tollen Bio-Bäcker. Leider schaffe ich es aufgrund der Öffnungszeiten äußerst selten in den Laden. Also bleibt mir nur Industrie-Brot. Und das ist wirklich auf Dauer keine Freude.

Ein einfacher Tweet sorgte dann für die Sauerteig-Story:

...sucht ein "einsteigerbrot". einfach zu machen, ohne zu viel aufwand. habt ihr tipps für mich?

Frau Kuechenlatein startete dann die Sauerteig-Welle und schickte Frau l'artdevivre, Frau lunchforone und Frau cucina casalinga ein Sauerteig-Baby aus eigener Zucht. Ich bin begeistert. Sauerteig aus Schleswig-Holstein schafft es bis ins Schwabenland.

Sicherlich hätte ich das Thema nicht so schnell umgesetzt, wäre die Konversation auf Twitter nicht so erfrischend und motivierend gewesen. Dass man sich über ein Thema wie Sauerteig derart kurzweilig austauschen kann, finde ich immer noch klasse. Nochmals Danke an alle, die dazu beigetragen haben, mein erstes Brot zu backen.

Für das dazu gelieferte Rezept (Roggenmischbrot mit Sauerteig und Sesam) musste ich im Bioladen shoppen gehen. Ganz neue Zutaten besiedeln nun meine Küche. Der Roggen wurde sogar speziell für mich geschrotet.



Spannend war die Gärungsphase. Wird der Sauerteig aus Schleswig-Holstein im Schwabenland für das perfekte Broterlebnis sorgen?

Eines ist klar - die hübsche, nostalgische Küchenwaage wird in Zukunft Gesellschaft durch eine digitale Waage bekommen. Im Gegensatz zum Kochen zählt beim Backen, v.a. mit Sauerteig jedes Gramm.

Auch wenn ich im Backbereich recht mau ausgestattet bin. Dass ich mein Bratenthermometer auch mal für ein Brot einsetzen würde, hätte ich auch nicht gedacht. Kurz über Schwein ist perfekt, sagt Frau Kuechenlatein. Und als gelehrige Sauerteig-Schülerin halte ich mich natürlich strikt an diese Weisungen.

Mein allererstes Brot war ein voller Erfolg. Wird auf alle Fälle nochmals gebacken. Und auch der Herr des Hauses - der zeitweise doch recht irritiert war - ist ganz begeistert und will kein Industrie-Brot mehr. Er zeigte mir heute schon stolz Küchenmaschinen, die auch ihm gefallen würden - dieses Brot wurde nämlich noch mit einem Handrührgerät gemacht. Das ging zwar, spart die Muckibude - ist aber auf Dauer keine Lösung. Also muss dringend eine Kitchenaid ins Haus ;-)

Tagliatelle mit Austernseitlingen

Am Ende einer langen Arbeitswoche freuen wir uns Freitags auf ein schönes Abendessen. Trotzdem will ich dann nicht lange in der Küche stehen, es muss also unkompliziert und trotzdem lecker werden. So wie die Tagliatelle mit Austernseitlingen und Kirschtomaten.


Nach Pfifferlingen sind Austernseitlinge meine Lieblingspilze. Zuerst schwenke ich 1 klein geschnittene Schalotte in ein wenig Butter. Dazu kommen die klein geschnittenen Austernseitlinge und halbierte Kirschtomaten.


Beides lösche ich mit Rotwein ab und gebe ein wenig Ofentomatensauce dazu. Ich würze alles mit italienischen Kräutern (wenn möglichst noch frisch), Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette.


Die al dente gekochten Tagliatelle (ich liebe die Bio-Tagliatelle von Albgold) dazu geben, in der Pfanne mit der Sauce mischen - und servieren.

Freitag, 22. Oktober 2010

Griechische Hackbällchen


Wir lieben griechisches Essen. Allerdings so, wie man es in Griechenland bekommt. In Deutschland haben wir oftmals in Fett ertränktes, frittiertes Essen bekommen, bei dem sich jeder Grieche schütteln würde. Darum wird recht häufig griechisch oder griechisch angehaucht selbst gekocht.

Ein Klassiker und schnelles Lieblingsessen sind die griechischen Hackbällchen.
Hierzu gemischtes Hack mit 1 Ei, Semmelbrösel, frischen Kräutern (Oregano, Thymian, Rosmarin), griechische importierten Gewürzen, Salz, Pfeffer, Piment d' Espelette mischen. 1 Schalotte und 1 Knoblauch fein würfeln und in einem Hauch Olivenöl dünsten. Zur Hackmischung geben.




Ofentomatensauce erwärmen. Hackbällchen mit (echtem!) Feta füllen und in der Sauce ziehen lassen, bis sie gar sind.

Mit Reis oder griechischen Kritharaki (Reisnudeln) servieren. Der Grieche würde natürlich noch Zimt dazu geben, aber wir sind schon mit den frischen Kräutern total zufrieden!
Daher ist das ganze auch nur griechisch angehaucht :-)